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Parfum-Rechner: Mischverhältnis, Tropfen und ml

Für ein Eau de Parfum mischst du üblicherweise 15–20 % Duftöl mit 80–85 % Parfumalkohol, für ein Eau de Toilette 5–15 % Duftöl. Bei 50 ml Eau de Parfum mit 18 % sind das 9 ml Duftöl und 41 ml Alkohol – mit dem Richtwert 1 ml ≈ 20 Tropfen also rund 180 Tropfen Duftöl.

Aktualisiert: Oktober 2026Lesezeit: 7 Min.Von der myParfum-Redaktion

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Verteilung Kopf / Herz / Basis in %
Richtwert 20. Zähl einmal nach, wie viele Tropfen deiner Pipette 1 ml ergeben.

Deine Duftöle – Name, Note und Anteil in Teilen

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Inhalt dieser Seite
  1. So funktioniert der Rechner
  2. Konzentrationen: von Extrait bis Eau de Cologne
  3. Tropfen in ml umrechnen
  4. Kopf, Herz und Basis richtig aufteilen
  5. Der richtige Alkohol
  6. Reifezeit: Geduld lohnt sich
  7. Drei Beispielrezepte
  8. Sicherheit beim Mischen

Der Rechner oben nimmt dir die Mathematik beim Parfum-Mischen ab: Du gibst ein, wie viel Parfum du herstellen willst, welche Konzentration es haben soll und wie du Kopf-, Herz- und Basisnote aufteilen möchtest. Er zeigt dir dann, wie viele Milliliter und Tropfen Duftöl du für jede Stufe brauchst und wie viel Alkohol dazukommt. Fertige Mischungen kannst du in deinem Rezeptbuch speichern – mit Datum, damit du weißt, wann sie ausgereift sind. Hier erklären wir, was hinter den Zahlen steckt.

So funktioniert der Rechner

  1. Menge wählen: die Gesamtmenge deines Parfums in ml, zum Beispiel 30 oder 50 ml.
  2. Konzentration wählen: Extrait, Eau de Parfum, Eau de Toilette oder Eau de Cologne – oder einen eigenen Prozentwert.
  3. Duftpyramide aufteilen: wie viel Prozent des Duftöls auf Kopf-, Herz- und Basisnote entfallen.
  4. Ergebnis ablesen: Milliliter und Tropfen je Stufe sowie die Menge Alkohol.

Wichtig: Die Prozentangabe bezieht sich auf die Gesamtmenge, nicht auf ein Verhältnis. 20 % Duftöl in 50 ml heißt 10 ml Duftöl plus 40 ml Alkohol – also ein Mischverhältnis von 1 zu 4. Das wird oft verwechselt.

Ein Rechenbeispiel

Du willst 50 ml Eau de Parfum mit 18 % Duftöl und teilst die Pyramide 30/50/20 auf:

BestandteilAnteilMengeTropfen (bei 20 je ml)
Kopfnote30 % vom Duftöl2,7 ml54
Herznote50 % vom Duftöl4,5 ml90
Basisnote20 % vom Duftöl1,8 ml36
Duftöl gesamt18 % vom Parfum9 ml180
Parfumalkohol82 % vom Parfum41 ml–

Konzentrationen: von Extrait bis Eau de Cologne

Die Bezeichnungen auf dem Flakon sagen, wie viel Duftöl im Parfum steckt. Es gibt dafür keine gesetzlich festgelegten Grenzen, aber übliche Bandbreiten, an denen sich die Branche orientiert:

BezeichnungDuftöl-Anteil (übliche Bandbreite)Wirkung
Extrait de Parfum20–30 %sehr intensiv, hält lange, sparsam auftragen
Eau de Parfum (EdP)15–20 %kräftig, guter Allrounder
Eau de Toilette (EdT)5–15 %leichter, gut für den Alltag
Eau de Cologne (EdC)2–5 %sehr leicht, erfrischend, verfliegt schnell

Für dein erstes eigenes Parfum ist ein Eau de Toilette mit rund 10 % ein guter Start: Fehler fallen weniger ins Gewicht, und du verbrauchst weniger Duftöl. Wenn dir die Mischung gefällt, kannst du sie beim nächsten Mal stärker ansetzen.

Tropfen in ml umrechnen

Der Rechner geht von 1 ml ≈ 20 Tropfen aus. Dieser Wert stammt vom genormten Tropfer aus der Apotheke, gemessen mit Wasser. In der Praxis sind es oft mehr: Ätherische Öle, Duftöle und Alkohol bilden kleinere Tropfen als Wasser, und jede Pipette tropft etwas anders. Je nach Öl und Pipette kommst du auf 20 bis 30 Tropfen pro Milliliter.

  • Für Einsteiger reicht der Richtwert völlig, solange du immer dieselbe Pipette nutzt. Dann stimmen die Verhältnisse untereinander.
  • Genauer wird es, wenn du deine Pipette einmal ausmisst: Tropfe 1 ml Öl in einen Messzylinder und zähle mit.
  • Am genauesten arbeitest du mit einer Feinwaage in Gramm, so wie Parfümeure. Beachte dabei, dass Alkohol und viele Öle leichter als Wasser sind – 1 ml wiegt dann weniger als 1 g.

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Tipp: Nimm für jedes Öl eine eigene Pipette oder reinige sie gründlich mit Alkohol. Sonst trägst du Duftspuren von einem Fläschchen ins nächste.

Kopf, Herz und Basis richtig aufteilen

Ein Parfum entfaltet sich in drei Stufen. Die Kopfnote riechst du in den ersten Minuten – meist frische, schnell verfliegende Stoffe wie Zitrus. Die Herznote trägt den Charakter über mehrere Stunden, oft Blüten oder Gewürze. Die Basisnote bleibt am längsten: Hölzer, Harze, Vanille, Moschus. Welche Duftstoffe in welche Stufe gehören, findest du im Duftnoten-Lexikon.

Für die Aufteilung gibt es keine feste Regel, sondern verschiedene Schulen:

  • 30/50/20 (Kopf/Herz/Basis): ein häufig genannter Startpunkt mit Schwerpunkt auf dem Herz. Gut für blumige und ausgewogene Düfte.
  • 20/30/50: legt den Schwerpunkt auf die Basis. Der Duft hält länger und wirkt wärmer – passend für holzige und orientalische Mischungen.
  • Frische Düfte dürfen einen größeren Kopfanteil haben, verfliegen dann aber schneller.

Beide Ansätze funktionieren. Fang mit einem an, notiere dir das Ergebnis im Rezeptbuch und verändere beim nächsten Versuch nur eine Stellschraube. So lernst du am schnellsten, was welche Wirkung hat.

Der richtige Alkohol

Alkohol trägt die Duftstoffe und lässt sie beim Sprühen gleichmäßig verdunsten. Er muss hochprozentig und für die Haut geeignet sein.

  • Geeignet: kosmetischer Parfumalkohol oder Weingeist mit mindestens 90 % Alkoholgehalt. Beides gibt es im Fachhandel für Kosmetik-Rohstoffe oder in der Apotheke.
  • Nicht geeignet: Brennspiritus. Er ist mit Stoffen vergällt, die riechen und nicht auf die Haut gehören.
  • Nicht geeignet: Isopropanol. Er riecht stechend, trocknet die Haut aus und ist nicht für Parfum auf der Haut gedacht.
  • Wodka mit rund 40 % ist zu schwach: Viele Duftöle lösen sich darin nicht richtig, die Mischung wird trüb.

Ein kleiner Anteil destilliertes Wasser ist möglich, vor allem bei leichten Colognes. Zu viel Wasser macht die Mischung jedoch trüb. Wenn du ein fertiges Parfum verdünnen willst, nimm lieber Parfumalkohol.

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Reifezeit: Geduld lohnt sich

Direkt nach dem Mischen riecht ein selbstgemachtes Parfum oft scharf nach Alkohol, und die Noten stehen noch nebeneinander. Erst beim Reifen verbinden sie sich. Fülle die Mischung in eine dunkle Glasflasche, verschließe sie gut und lagere sie kühl und dunkel.

  • Mindestens zwei Wochen, viele Rezepte empfehlen vier bis sechs Wochen.
  • Gelegentlich sanft schwenken, nicht kräftig schütteln.
  • Ist die Mischung trüb, kannst du sie nach dem Reifen durch einen Kaffeefilter gießen.

Der Rechner speichert das Mischdatum in deinem Rezeptbuch und zeigt dir, wann deine Mischung fertig gereift ist.

Drei Beispielrezepte

Die Angaben beziehen sich auf den Anteil am Duftöl, nicht am ganzen Parfum. Gib sie in den Rechner ein, um für deine Menge und Konzentration die Tropfen zu erhalten. Für Zitrusnoten nimm bergaptenfreie Öle (oft mit „FCF“ gekennzeichnet), denn manche kaltgepresste Zitrusöle können zusammen mit Sonnenlicht Hautflecken verursachen.

Frisch-zitrisch (zum Beispiel als Eau de Toilette, 10 %)

StufeDuftstoffAnteil am Duftöl
KopfBergamotte (bergaptenfrei)25 %
KopfZitrone10 %
KopfGrapefruit10 %
HerzOrangenblüte (Neroli)10 %
HerzLavendel10 %
HerzGrüner Tee (Duftöl)10 %
BasisZeder15 %
BasisWeißer Moschus (Duftöl)10 %

Der hohe Kopfanteil macht den Duft spritzig, er verfliegt aber schneller. Für mehr Halt erhöhe die Zeder.

Blumig (zum Beispiel als Eau de Parfum, 15 %)

StufeDuftstoffAnteil am Duftöl
KopfMandarine15 %
KopfBergamotte (bergaptenfrei)10 %
HerzRose20 %
HerzJasmin10 %
HerzMaiglöckchen (Duftöl)15 %
BasisSandelholz15 %
BasisWeißer Moschus (Duftöl)10 %
BasisVanille5 %

Maiglöckchen gibt es nicht als ätherisches Öl, sondern nur als Duftöl. Ein Hauch Vanille rundet die Blüten ab, ohne den Duft süß zu machen.

Holzig-warm (zum Beispiel als Eau de Parfum, 18 %)

StufeDuftstoffAnteil am Duftöl
KopfBergamotte (bergaptenfrei)10 %
KopfMandarine5 %
HerzLavendel10 %
HerzPatchouli10 %
HerzRose5 %
BasisSandelholz20 %
BasisZeder15 %
BasisVetiver10 %
BasisTonkabohne10 %
BasisAmber (Duftöl)5 %

Hier liegt der Schwerpunkt klar auf der Basis – ein Beispiel für die Aufteilung nach der 20/30/50-Schule. Tonkabohne enthält Cumarin, das zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen gehört. Mehr Ideen für Männerdüfte findest du unter Herrendüfte selber machen.

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Wenn du lieber mit fertigen Parfumessenzen arbeitest, erklärt unsere Seite zur Parfumessenz, worauf du beim Kauf achten solltest.

Sicherheit beim Mischen

IFRA-Grenzen: Die International Fragrance Association (IFRA) legt für viele Duftstoffe Höchstmengen fest, je nachdem, wofür ein Produkt gedacht ist. Für Parfum auf der Haut gelten eigene Werte. Seriöse Händler geben zu ihren Duftölen ein IFRA-Zertifikat heraus, aus dem du die zulässige Höchstmenge ablesen kannst. Prüfe sie, bevor du ein Öl hoch dosierst – die Rezepte oben sind Startpunkte, keine geprüften Formeln.

Allergene: Viele natürliche und synthetische Duftstoffe enthalten Allergene wie Linalool, Limonen, Citral oder Cumarin. Die EU hat die Liste der kennzeichnungspflichtigen Duftstoff-Allergene 2023 deutlich erweitert. Wenn du auf Duftstoffe empfindlich reagierst, setze auf wenige, bekannte Zutaten.

Hauttest: Trage vor dem ersten richtigen Gebrauch etwas von deiner fertigen Mischung in die Armbeuge auf und warte 24 bis 48 Stunden. Rötet sich die Haut, juckt oder brennt es, wasche die Stelle ab und verwende die Mischung nicht.

Nur für dich: Selbstgemachtes Parfum ist für den eigenen Gebrauch gedacht. Wer Parfum verkaufen will, braucht nach der EU-Kosmetikverordnung unter anderem eine Sicherheitsbewertung.

Eine ausführliche Anleitung vom Einkauf bis zum fertigen Flakon findest du unter Parfum selber herstellen.

Häufige Fragen

Wie viel Duftöl auf Alkohol für Parfum?

Das hängt von der gewünschten Stärke ab: üblich sind 20–30 % Duftöl für ein Extrait, 15–20 % für ein Eau de Parfum, 5–15 % für ein Eau de Toilette und 2–5 % für ein Eau de Cologne. Der Rest ist Parfumalkohol.

Wie viele Tropfen sind 1 ml?

Als Richtwert gilt 1 ml ≈ 20 Tropfen. Je nach Pipette und Öl können es auch 25–30 Tropfen sein, weil Öle und Alkohol kleinere Tropfen bilden als Wasser.

Welchen Alkohol nimmt man für Parfum?

Kosmetischen Parfumalkohol oder Weingeist mit mindestens 90 % Alkoholgehalt. Brennspiritus und Isopropanol sind für Parfum auf der Haut nicht geeignet.

Wie lange muss selbstgemachtes Parfum reifen?

Mindestens zwei Wochen, viele Rezepte empfehlen vier bis sechs Wochen an einem dunklen, kühlen Ort. In dieser Zeit verbinden sich die Duftstoffe und der Alkoholgeruch wird weicher.

Kann man Parfum mit Wasser mischen?

Nur in kleinen Mengen und mit destilliertem Wasser, sonst wird die Mischung trüb und hält schlechter. Zum Verdünnen eines Parfums eignet sich Parfumalkohol besser als Wasser.

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